Child Focus mit Spiel gegen Gefahren im Internet

Die Stiftung für Vermisste und sexuell ausgebeutete Kinder, Child Focus, hat ein Spiel entwickelt, um jungen Menschen die Gefahren des Internets bezüglich ihrer Privatsphäre vor Augen zu halten. Die Botschaft, dass sie aufpassen sollen mit dem, was sie ins Internet stellen, haben Kinder wahrscheinlich schon öfter gehört, aber indem Child Focus ihnen ein Spiel anbietet, hofft die Stiftung, dass die Botschaft noch leichter durchdringt.

Das Spiel heißt Master Find und es ist vor allem an Jugendliche gerichtet. Es soll den Jugendlichen die Gefahren im Internet bewusst machen. 

Dirk Depover, der Sprecher von Child Focus, erklärt: "Mit dem Spiel wollen wir betonen, dass das Internet zwar fantastisch ist - man kann Freundschaften knüpfen, sich verabreden, Informationen teilen, lachen, spielen und Emotionen teilen, das ist toll, aber es gibt bestimmte Risiken und die kann man vermeiden, wenn man ein bisschen aufpasst, was man in den sozialen Medien veröffentlicht."

Der Schüler Thomas Devos, 14 Jahre, hat das Spiel ausprobiert und weiß jetzt: "Menschen, die sich mit Computern auskennen, können schnell in Deinen Computer eindringen und Deine Daten abfragen und wissen dann alles über Dich."

47 Prozent der flämischen Jugendlichen knüpfen in den sozialen Medien Kontakt mit ihnen total unbekannten Personen. Außerdem sind Jugendliche immer schneller im  Internet.

"Schon jetzt werden mehr Smartphones verkauft, als einfache Handys. Das bedeutet, dass das Internet in den vergangenen zwei Jahren eigentlich vom Schlaf- und Wohnzimmer zu Hause in die Hosen- oder Handtasche ihres Kindes umgezogen ist. Das ist eine unglaubliche Entwicklung", so Child Focus-Sprecher Dirk Depover.

Das Spiel Master Find richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren und scheint die jungen Leute tatsächlich anzusprechen: "In der Klasse erklären Sie immer, was man nicht machen soll, aber hier hast Du das Spiel und verstehst in dem Moment selbst auch tatsächlich, was Du falsch machen kannst. Du siehst direkt die Konsequenzen im Spiel", so Schüler Thomas Devos noch.