Sechs Schüler fliegen aus Eliteschule wegen Sexskandal

Sechs Jugendliche der vornehmsten Schule Brüssels sollen während einer Klassenfahrt an einer Gangbang-Party teilgenommen haben, sich also an Gruppensex beteiligt haben. Die Schule Saint-Michel hat die Schüler jetzt definitiv von der Schule verwiesen. Das schreibt die Brüsseler Zeitung La Capitale.

Während einer Klassenfahrt im Januar hatten die Jungen der vierten Klasse der Oberstufe in ihrem Schlafsaal eine Sexparty organisiert, eine Gangbang. Ein 16-jähriges Mädchen, die einverstanden gewesen sein soll, habe bei der Gangbang ebenfalls mitgemacht.

Ans Licht sei die ganze Sache gekommen, nachdem das Mädchen Ende März mit einem anderen Jungen im Sanitätszimmer der Schule erwischt worden sei. Zunächst habe der Direktor die Entscheidung getroffen, die Schülerin und die entsprechenden Schüler provisorisch von der Schule fern zu halten. Jetzt hat er die Schüler jedoch definitiv von der Schule - mit dem normalerweise exzellenten Ruf - verwiesen.

Das Mädchen, heißt es, müsse sich zwar von der Schule weiterhin fernhalten, dürfe aber dort noch ihre Prüfungen ablegen. Sie sei labil und habe eine äußerst schwierige Kindheit gehabt, so La Capitale.

Eigentlich habe der Direktor der Schule die ganze Sache geheim halten wollen, denn das gehe nur die Schule etwas an, aber inzwischen hat er den Medien ein Interview gegeben, um seine Entscheidung zu erklären. Die Taten, wie er sagt, verstießen absolut gegen die Werte der Schule.

Er bedauere es, wenn das Leben der Jungen wegen dieser Entscheidung beeinträchtigt würde. Die Jungen seien keine Banditen, aber er habe diese Entscheidung bewusst gefällt, denn hier handele es sich um einen Wertekonflikt.

Es wäre unmöglich gewesen, den Weg mit den Schülern gemeinsam weiter zu gehen, so der Direktor Paul Benoît de Monge de Franeau noch. 

Die Eltern der betroffenen Schüler sind verärgert und wollen gegen die Entscheidung des Direktors vorgehen. Sie sollen sogar auch schon angekündigt haben, vor Gericht zu ziehen.