Vlaams Belang streckt Hand nach N-VA aus

Die rechtsextreme Partei Vlaams Belang bietet den flämischen Nationalisten von der N-VA an, zusammen eine so genannte Sperrminderheit zu bilden. "Unsere Hand bleibt ausgestreckt, auch wenn wir wissen, dass dort hinein gespuckt wird", betonte der Vorsitzende des Vlaams Belang, Gerolf Annemans, in der flämischen Internetzeitschrift Doorbrak.

"Wie die Umfragen derzeit liegen, bleiben wir mehr als eine kleine Partei. Mit der N-VA kombiniert könnten wir eine Sperrminderheit in Flandern bilden. Das ist die Brechstange, mit der De Wever (kleines Foto) das System aufbrechen kann, falls er das möchte. Er weiß, dass er das mit uns kann", so Annemans in Doorbrak.

Annemans rechnet allerdings kaum damit, dass es tatächlich so weit kommt: "Unsere Hand bleibt ausgestreckt, aber wir wissen, dass dort immer hinein gespuckt wird."

"Daran kann ich auch nichts ändern. Dafür sind die verantwortlich. Ich hoffe, dass genug flämische Nationalisten einsehen, dass es nicht an uns liegt."

"Die N-VA hat bei der flämischen Unabhängigkeit angefangen, ist dann auf den Konföderalismus abgerutscht und dann kam ein Gespräch über Konföderalismus mit den Koalitionspartnern. Das ist das dritte Stadium. Jetzt sind wird schon beim vierten: Die sozialökonomische Regierung. Auch wieder ohne Vorbedingungen: Ihnen reicht schon aus, dass die PS (französischsprachigen Sozialisten, Red.!) nicht darin sitzt", kritisiert Annemans die Politik der N-VA.