Brüssel: Der Laufweg der Metrolinie 3 steht fest

Die Brüsseler Regionalregierung hat den definitiven Laufweg der neuen Metrolinie 3 in den Norden der Hauptstadt festgelegt. Die Linie 3 wird das Zentrum mit den Stadtteilen Schaarbeek und Evere verbinden. Die Bauarbeiten für diese neue Brüsseler U-Bahnverbindung sollen 2018 beginnen. Wenn alles nach Plan verläuft, fahren hier 2020 die ersten Bahnen.

Die Brüsseler Regionalregierung hat sich für die so genannte „Variante B“ entschieden, die die neue Metrolinie 3 über die neu zu bauenden Stationen Liedts, Collignon, Waelhem, Riga, Linde und Vrede zum Endpunkt Bordet führt.

Die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB wird dazu im Ortsteil Haren ein neues Depot für die Unterstellung und den Unterhalt der neuen Züge einrichten. Die Brüsseler Regierung entschied sich für diese Variante, weil diese zum einen das größte Fahrgastpotential haben soll und weil dieser Laufweg auch am einfachsten umzusetzen sei.

Studien hätten ergeben, wie die Brüsseler Regionalzeitung BDW auf ihrer Webseite brusselnieuws.be meldet, dass die „Variante A“ mit dem etwas südlicher geplanten Laufweg Liedts, Collignon, Waelhem, Helmet, Vrede und Bordet zu schwierig gewesen wäre. Vor allem in Helmet hätte sich der Bau unterirdischer Anlagen und eines U-Bahnhofs als zu kostspielig erwiesen.

Nord-Süd-Achse soll vollwertige Metro werden

Diese neue U-Bahnlinie, die als Linie 3 benannt wurde, bietet im Brüsseler Nordbahnhof, der bisher noch keinen Metroanschluss hat, eine Verbindung zur Nord-Süd-Achse entlang des Stadtzentrums in Richtung Bahnhof Brüssel Süd/Midi. Das bedeutet, dass diese Achse im Zuge des U-Bahnbaus in der belgischen Hauptstadt zu einer vollwertigen Metro wird.

Bisher fahren hier normale Straßenbahnen über die so genannte „Pre-Metro“. Das alles bedeutet auch, dass man ab 2020, wenn alles klappt, von Schaerbeek und Evere aus mit der U-Bahn bis zu den Stadtteilen Vorst und Sint-Gillies fahren kann, wie brusselnieuws.be dazu schreibt.

BELGA/WARNAND