Arbeitskosten in Belgien im EU-Vergleich zu hoch

Nach Schweden hat Belgien im europäischen Vergleich die zweithöchsten Kosten auf Arbeit, wie eine neue Rangliste des Statistischen Bundesamts in Deutschland belegt. Belgien gehört also weiter zu den EU-Mitgliedsländern, in denen die Lohnnebenkosten am höchsten sind.

Mit Lohnkosten von 41,20 € pro Stunde (das ist 1,9 % mehr als bei der letzten entsprechenden Erhebung aus dem Jahr 2012) ist Belgien in diesem Bereich nur knapp zweiter Sieger hinter den Schweden, wo eine Arbeitsstunde mit 43 € belastet wird.

Im europäischen Durchschnitt, also bei den 27 EU-Mitgliedstaaten, liegt dieser Wert bei 23,7 € und in der Eurozone (das sind die Länder, in denen der Euro die allein gültige Währung ist) beträgt die Belastung im Schnitt 28,7 €.

Nach Schweden und Belgien vervollständigen laut Statistisches Bundesamt in Deutschland Dänemark, Luxemburg, Frankreich, die Niederlande, Finnland, Deutschland, Österreich und Italien die Top 10 in diesem Bereich.

Schaut man jetzt auf die Lohnkosten in der Industrie, wo die internationale Wettbewerbsfähigkeit eine wesentliche Rolle spielt, dann belegt Belgien erneut den 2. Rang. Hier betragen die Arbeitskosten 42,60 € pro geleisteter Arbeitsstunde. Auch hier führt Schweden die Rangliste an, denn dort sind pro Stunde Belastungen über 44,80 € fällig.