Antwerpen: LNG - Sauberer Treibstoff für die Schiffe

Die Seehäfen von Antwerpen und Rotterdam haben gemeinsam mit den Rheinhäfen von Mannheim, Straßburg und in der Schweiz eine Vereinbarung zu Zusammenarbeit unterzeichnet, um das Flüssigerdgas LNG als umweltfreundlichen Kraftstoff für die Binnenschifffahrt entlang des Rhein-Main-Donau-Korridors einzuführen, wie die Antwerpener Hafenbehörde Port of Antwerp jetzt mitteilte.

Im Hafen von Antwerpen ist schon länger üblich, einen umweltfreundlichen Service für die Schifffahrt anzubieten. Vor kurzem wurden die Abfallaufnahmeeinrichtungen des Hafens von Antwerpen von der EMSA (European Maritime Safety Agency) als positives Beispiel für europäische Häfen empfohlen. Die Bereitstellung von Stromversorgung für die Küstenregion und die Senkung der Hafengebühren für umweltfreundliche Schiffe, sowohl für Binnenschiffe, als auch für Hochseeschiffe und Küstenfrachter ergänzt die Liste der entsprechenden Initiativen des Hafens von Antwerpen weiter.

Was ist LNG? LNG wird bei -162°C gehalten, wo Erdgas (das vor allem aus Methan besteht) in seiner flüssigen Form erscheint. Schiffe, die mit LNG angetrieben werden, erzeugen kaum Feinstaub, schwefelhaltige Schadstoffe oder Nitrogenoxide in ihren Abgasen. Die Versorgung von Schiffen mit LNG (Abkürzung für Liquefied Natural Gas (Flüssigerdgas)) ist in Antwerpen seit 2012 möglich und neue Bunkerverfahren werden seit März 2014 angewendet.

Um die Entwicklung von LNG als umweltfreundlichen Treibstoff für den Schiffsverkehr weiter zu unterstützen, investiert der Hafen von Antwerpen in einen LNG-Bunker-Terminal für die Binnenschifffahrt, mit einem Masterplan. Durch das TEN-T-Programm (die EU-weite Neuordnung von internationalen Schienen- und Schifffahrtswegen für den Gütertransport) gewährt die Europäische Union 40 Millionen € Finanzhilfe für dieses Projekt.

Die Reederei MSC zieht innerhalb des Antwerpener Hafens um

Die Reederei MSC verlegt ihre Aktivitäten im Antwerpener Hafen vom Delwaidedock am rechten Scheldeufer zum neuen Deruganckdock am linken Ufer. Die Antwerpener Hafenbehörde hat dazu jetzt grünes Licht gegeben. Der Umzug von MSC soll bis Ende 2015 abgerundet sein und sorgt für die Schaffung von 760 neuen Arbeitsplätzen. Nach Ansicht von Eddy Bruininckx vom Hafenbetrieb wird der Verkehr vom und zum Deurganckdock nicht für zusätzliche Probleme sorgen, wie er am Dienstagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion erklärte:

„Ich kann dazu sagen, dass die Verkehrswege rund um das Deutganckdock auf Basis eines vollständig belegten Docks angelegt sind. Natürlich haben wir mit dem allgemeinen Mobilitätsproblem in Antwerpen Rechnung getragen, doch diese Probleme liegen auch ohne dem Umzug von MSC vor. Zudem kommt noch, dass ein Drittel der Container, die MSC behandelt, von einem Schiff auf andere Schiffe umgeladen werden, also nicht weiter ins Hinterland befördert werden. Ich gehe davon aus, dass wir die Auswirkungen auf jeden Fall unter Kontrolle haben werden.“

MSC ist die größte in Antwerpen aktive Reederei. Bei MSC wird rund ein Drittel aller in der Scheldepetropole ankommenden oder abfahrenden Container behandelt.