Child Focus ab 26.05. auch im Chat

Ab dem 26. Mai 2014 kann das breite Publikum über die Chatbox www.116000.be mit Child Focus aufnehmen, um ggf. das Verschwinden oder den Missbrauch eines Kindes zu melden. Child Focus will der Offentlichkeit damit neben der Notnummer 116 000 auch einen elektronischen Zugang bieten.

Viele Erwachsene und Jugendliche verwenden heute ihr Smartphone, um online zu kommunizieren. Child Focus bietet das neue Kommunikationsmittel direkt nach dem 25. Mai, dem Internationalen Tag der vermissten Kinder und den Wahlen, an.

Child Focus hat bei der Vorstellung seines Jahresberichts auch die Politiker und Presse aufgerufen, das Vergissmeinnicht anzustecken, das als internationales Symbol für Erinnerung und Hoffnung gilt.

Im Mai hält Child Focus eine umfassende Kommunikationskampagne mit dem Vergissmeinnicht als Hauptmotiv auf hunderttausenden Aufklebern und Plakaten. Gleichzeitig beteiligen sich die Großwarenhauskette Carrefour Hypermarkets und Carrefour Market an einer landesweiten Sammelaktion. Für 20 Markenprodukte geht pro Einkaufsscheibe von 10 Euro 1 Euro an Child Focus.

"Weniger Fälle, aber Alter der Opfer sinkt"

Child Focus stellt für 2013 einen Rückgang der Anzahl Fälle von vermissten und missbrauchten Kindern fest, gleichzeitig aber auch eine zunehmende Verrohung und Brutalität.

"Das Opferalter sinkt auffallend", so der Sprecher von Child Focus, Dirk Depover.

Im Vergleich zu 2012 ist die Anzahl Vermisstenfälle um 10 % zurückgegangen (2013: 989 eingegangene vermissten Meldungen). Die Anzahl internationaler Kindesentführungen ging seit 2012 wiederum um 15 % (2013: 383 Fälle) zurück. Bei der sexuellen Ausbeutung  von Kindern ging die Anzahl der Fälle sogar um 20 % (502) zurück.

Die allgemeine Tendenz könnte vermuten lassen, dass die Gesellschaft sicherer wird. Leider muss dieses Bild nuanciert werden und lässt sich eine zunehmende Verrohung und Brutalität feststellen.

So steigt nicht nur die Anzahl der wirklich schweren Vermisstenfälle und sinkt das Alter der betroffenen Kinder.

Insbesondere die Zahl der sehr jungen Opfer (jünger als 6 J.) ist gestiegen: 78 oder 19 % für 2013 gegenüber 71 oder 15 % für 2012.