Flanderns Liberale stellen den Pflegebereich in Frage

Maggie De Block (Open VLD - Foto), Spitzenkandidatin für das belgische Bundesparlament der flämischen Liberalen Open VLD in der Provinz Flämisch-Brabant und scheidende Staatssekretärin für Asyl und Einwanderung der belgischen Bundesregierung, stellte jetzt das Programm ihrer Partei für den Pflegesektor vor, in dem die Open VLD die derzeitige Handhabe des dieses Bereichs in Frage stellt. „Wir müssen umdenken“, so De Block.

In ihrem Wahlprogramm fordern die flämischen Liberalen Open VLD bis 2019 finanzielle Hilfe für 13.000 Personen mit Behinderung mehr, als das im belgischen Bundesland derzeit der Fall ist. Damit würde der entsprechende Haushaltsposten um 300 Mio. € auf 500 Mio.€ erhöht. Weiter will die Partei 50 Mio. € für die Altenpflege und für die Vergütung von Psychotherapie von Seiten der Krankenkassen freimachen.

Maggie De Bock, die die Pläne ihrer Partei dazu diese Woche vorstellte, geht in ihrer persönlichen Auffassung bezüglich des Pflegebereichs einen Schritt weiter. Sie erinnert daran, dass das heutige Pflegesystem in Belgien bereits 50 Jahre alt ist. Zeit also für eine Runderneuerung: „Es ist Zeit, sich zu besinnen und umzudenken, um vielleicht einen anderen Weg einzuschlagen. Ich habe das auch getan, als ich 50 geworden bin.“

Die flämischen Liberalen und Maggie De Block wollen alles daran setzen, die stets länger werden Wartelisten für Therapieplätze, Aufnahme in Pflegeheimen und dergleichen zu kürzen bzw. abzuschaffen: „Mit dieser zusätzlichen Unterstützung sollen Menschen mit einer Behinderung eine bessere Pflege in einer besseren Umgebung erlauben können.“ Mehr Geld für den Pflegebereich soll auch dazu führen, dass private Pflegeinitiativen leichter ins Leben gerufen werden können, so die flämischen Liberalen.