Hacker dringen auch ins Wirtschaftsministerium ein

Nachdem man herausfand, dass Hacker in die Computer des Außenministeriums eingedrungen sind, ist jetzt auch bekannt geworden, dass Computer des Wirtschaftsministeriums von Hackern aufgesucht wurden.

Wirtschaftsminister Johan Vande Lanotte hat bestätigt, dass die Hacker in die Computer des Wirtschaftsministeriums eindringen konnten. Es sei nicht kürzlich passiert, sondern bereits Anfang des Jahres. Entdeckt haben soll das Hacking die föderale Abteilung für Computerkriminalität, das heißt, die belgische Polizei. Mehr Informationen will man dort aber nicht preisgeben.

Es sei das Nötige unternommen worden, um dagegen vorzugehen, heißt es im Ministerium. Das gesamte Netzwerk sei also "gereinigt" worden.

Noch ist nicht bekannt, an welchen Informationen und Dokumenten genau die Hacker interessiert waren und wer dahinter steckt. Beim belgischen Wirtschaftsministerium werden zum Beispiel Informationen über den Energiemarkt, die Strompreise und über den Wettbewerb gesammelt. Das sind Sektoren, die sehr kostspielig sind. 

Beim Eindringen in die Computer des Außenministeriums vergangenes Wochenende war bekannt geworden, dass Dokumente kopiert wurden, die in Zusammenhang mit der Krise in der Ukraine stehen. Das Virus wurde vermutlich von Russland aus verschickt. 

In wieweit es sich beim Eindringen in das Wirtschaftsministerium um ein ähnliches Virus handelt, wird derzeit untersucht. Eine Anzeige wurde erhoben, das heißt also, dass die belgische Staatsanwaltschaft mit den Ermittlungen betraut worden ist.