Tomorrowland erhält für 20 Jahre Umweltgenehmigung

Eine Abordnung der Provinz Antwerpen hat am Donnerstag entschieden, ID&T, dem Organisator von Tomorrowland, eine Umweltgenehmigung zur Veranstaltung des beliebten Dancefestivals auf dem Freizeitterrain De Schorre in Boom für die nächsten 20 Jahre zu erteilen.
© Stijn De Grauwe 2013

Bis letztes Jahr erfolgte die Genehmigungsvergabe der Veranstaltung noch über die Gemeindeverwaltung von Boom. Die Planung war eher kurzfristig. Aufgrund der schnellen Ausweitung des Festivals in den vergangenen Jahren, hat man sich jetzt für eine langfristige Umweltgenehmigung entschieden. 

Die Tatsache, dass für die diesjährige Ausgabe noch keine Erlaubnis vorlag, ging in die Argumentation von Umwohnenden ein, die sich über das Festival beschwert hatten und ein Eilverfahren im einstweiligen Rechtsschutz zur Durchsetzung ihrer Forderung anstrebten.

Die Provinz Antwerpen erklärte an diesem Donnerstag in einem Pressebericht, dass während des Genehmigungsverfahrens eine öffentliche Untersuchung durchgeführt und Empfehlungen bei Einrichtungen wie der Gemeinde Boom, der flämischen Umweltabteilung und der Agentur für Natur und Wald eingeholt worden seien. "Das hat zu der positiven Empfehlung der Genehmigungskommission der Provinz geführt", heißt es. "Die Abordnung folgt der Empfehlung und berücksichtigt etwaige Beschwerden."

Die Genehmigung regelt unter anderem die Abführung von Schmutzwasser in die Kanalisation, die Aufstellung von Stromgeneratoren, die Lagerung von Treibstoffen und den richtigen Umgang mit Feuerwerk. Die flämische Umweltministerin Joke Schauvliege gab auch die Erlaubnis für eine Abweichung der Lichtshows von Tomorrowland, die in der Genehmigung der Provinz berücksichtigt wird. 

Im Falle von Lärmbelästigungen, über die sich Umwohnende immer wieder beschwert hatten, hat sich der Veranstalter dazu verpflichtet, wie schon in den vergangenen Jahren einen externen Tonfachmann während des Festivals einzusetzen, so dass man dort unabhängig eingreifen könne, wo es nötig werde, heißt es noch bei der Provinz.