Einkaufen wird billiger

Der Einkauf soll billiger werden in Belgien. Das schreibt La Libre Belgique am Montag auf der Grundlage einer Studie der Nielsen-Agentur. Die Preise von Nahrungsmitteln sind in Belgien im Durchschnitt 7 bis 14 Prozent höher als in den Nachbarländern, geht aus einer Statistik von Eurostat hervor. Und laut Nielsen sei dieser Unterschied im Zeitraum 2011-2013 noch größer geworden.

2011 seien die Nahrungsmittelpreise in Belgien 7,5 Prozent höher als in Deutschland gewesen, 8,6 Prozent teurer als in Frankreich und 12,5 Prozent über den Preisen in den Niederlanden. Nielsen, das in seine Rechnung keine Früchte, kein Gemüse und kein Fleisch mit einbezieht, erklärt, dass sich dieser Unterschied 2011-2013 zwischen Belgien und dem Durchschnitt der europäischen Länder sogar noch insofern verstärkt habe, als das die Preise hierzulande weiter wie in den Jahren zuvor gestiegen seien, während der Preisanstieg insgesamt in Europa begrenzt war.

So sei vor allem der Unterschied zu Frankreich größer geworden. Zu den Niederländen sei er allerdings etwas kleiner geworden.

"Werden wir in den kommenden Jahren Zeuge von Preiskriegen in Supermärkten?" Das war die Grundfrage, auf der die Studie des Unternehmens Nielsen basiert. 

Die Antwort lautet, ja,in Zukunft werde der Einkauf billiger für den Verbraucher.

Andere Gründe werden jedoch für einen möglicherweise höheren Preisdruck genannt. Die Verbraucher seien zum Beispiel stets besser informiert. Auch spiele die Entwicklung der großen Discounter eine immer wichtigere Rolle sowie neue Vertriebskanäle wie E-Commerce und die Niederlassung neuer Akteure wie Albert Heijn aus den Niederlanden.

Man dürfe zwar in den nächsten Jahren keinen Rückgang um 14 Prozent erwarten (...), aber im Durchschnitt werde man von einer Preissenkung um 5 bis 7 Prozent ausgehen können", heißt es.