Die belgische Armee schickt Hilfe nach Bosnien

Die belgische Armee entsendet Soldaten und weiteres Hilfsmaterial in die bosnischen Hochwassergebiete. Rund ein Dutzend Soldaten einer Pioniereinheit werden mit Zodiac-Schlauchbooten (Foto) die Rettungsarbeiten und die Versorgung vor Ort unterstützen. Auch Mitarbeiter des Notfallteams B-Fast sind auf dem Weg ins Katastrophengebiet.

Nach Angaben des scheidenden belgischen Verteidigungsministers Pieter De Crem (CD&V) werden sich die Pioniersoldaten am Mittwoch auf dem Landweg in Richtung Balkan aufmachen.

Das Hilfsmaterial - mehrere Zodiac-Schlauchboote und große mobile Wasserpumpen - ist zu umfangreich, um per Flugzeug in die Einsatzorte zu bringen. Zudem sind die Flugplätze vor Ort ebenfalls überschwemmt.

Schon am vergangenen Wochenende hatte die scheidende belgische Bundesregierung beschlossen, das Notfallteam B-Fast nach Bosnien-Herzegowina zu entsenden. Am Montag waren bereits 18 B-Fast-Mitarbeiter mit mehreren Pumpen des Zivilschutzes in Belgien ins Überschwemmungsgebiet in Bosnien abgereist.

Inzwischen haben die Wassermassen nach den schlimmsten Regenfälle seit rund 100 Jahren in Bosnien-Herzegowina und Serbien auch Kroatien erreicht. Dutzende Menschen haben bereits in den nicht enden wollenden Regenfällen ihr Leben verloren.