Zu kurze Frist - Können viele Belgier im Ausland nicht mehr wählen?

Mehrere hundert Belgier, die im Ausland wohnen, könnten bei der Wahl in Belgien keine gültige Stimme mehr abgeben, weil die legale Frist zur Versendung der Unterlagen, die für die Briefwahl gilt, zu kurz sei. Das weiß die französischsprachige Zeitung La Libre Belgique zu berichten.

Dies betreffe also die Belgier, die per Briefwahl wählen und sich nicht persönlich zur Wahlkabine begeben können.

Rund 128.954 Belgier, die im Ausland wohnen, sind für die Wahlen zum belgischen Parlament eingeschrieben. Unter ihnen sind Tausende, die per Briefwahl wählen. In ihrem Fall, sieht das Gesetz vor, dass die Formulare ad hoc über die Botschaft oder das Konsulat mindestens 12 Tage vor dem Wahldatum versandt werden müssen.

Diese Dokumente seien erst in dieser Woche bei den Wählern angekommen, die weit entfernt von Belgien wohnten, zum Beispiel in Australien oder an der Westküste von Amerika, heißt es.

Es sei also für sie unmöglich, ihr ausgefülltes Wahlformular rechtzeitig, für Sonntag 14 Uhr, zurückzusenden, außer wenn sie sich für die teure Variante der Express-Sendung entscheiden würden.

Das Kabinett des Außenministeriums hat bereits betont, es werde alles unternehmen, um dieses Problem, das mehrere hundert belgische Expats betreffe, zu lösen.