22 % der flämischen Wähler unentschlossen

Kurz vor den Wahlen scheinen noch rund 22 % der Wähler im belgischen Bundesland Flandern noch nicht zu wissen, wem sie am kommenden Sonntag ihre Stimme geben werden. Einer Umfrage im Auftrag von De Morgen, Le Soir, VTM und RTL zufolge könnte die nationaldemokratische N-VA bei den Wahlen zum Neuen belgischen Bundesparlament knapp die magische 30 % in Flandern verpassen. Damit wären sie bei Koalitionsverhandlungen unter Umständen verzichtbar.

Die aktuelle Wahlumfrage im Auftrag der flämischen Tageszeitung De Morgen, der frankophonen Tageszeitung Le Soir, des flämischen Privatsenders VTM und des ebenfalls privaten frankophonen Privatsenders RTL sagt der N-VA ein Ergebnis von 29,8 % voraus, was ein knappes Verpassen der magischen 30 %-Marke darstellt.

Damit bleibt die N-VA allerdings weiter unangefochten die stärkste Kraft im belgischen Bundesland Flandern. Allerdings sollte sie noch versuchen, die unentschlossenen Wähler noch zu mobilisieren, denn der Umstand, dass diese noch zweifeln, könnte nach Ansicht von Politologen gerade für die N-VA gefährlich werden.

Hinter den Nationaldemokraten folgen mit großem Abstand die Christdemokraten CD&V mit 17,1 % und die Sozialisten SP.A mit 15 %. Die liberale Open VLD bekäme laut dieser Umfrage 14,2 % der Stimmen. Die flämischen Grünen von Groen würden mit 8,4 % knapp 1,3 % der Stimmen hinzubekommen und die linksradikale PVDA+ käme mit 3,4 % knapp mit einem Abgeordneten ins Bundesparlament.

Auf Ebene der frankophonen Parteien käme die sozialistische Partei PS von Premierminister Elio Di Rupo auf 28,8 % und könnte die liberalen Rivalen MR, die auf 21 % kommen würden, deutlich auf Abstand halten. Die Zentrumspartei CDH würde am kommenden Sonntag auf Bundesebene 13 % der Stimmen auf sich vereinen können und die Grünen von Ecolo knapp 9 %.