Die N-VA gewinnt die Wahlen in Flandern

Die flämischen Nationaldemokraten N-VA von Parteichef Bart De Wever (Foto) haben es geschafft, sowohl im Flämischen Parlament, als auch in der Abgeordnetenkammer des belgischen Bundesparlaments, die 30 %-Marke zu knacken. Für die christdemokratische CD&V und für die sozialistische SP.A deutet alles auf ein Status Quo im Vergleich zu den letzten Wahlen hin. Die Grünen von Groen gewinnen leicht hinzu, während die liberale Open VLD leicht und der Vlaams Belang schwer verlieren.

Wie zu erwarten war, verbucht die N-VA auf flämischer Landesebene die größten Zuwächse und kommt überall auf mehr als 30 %. 2009 holten die Nationaldemokraten noch 13,9 %, 2010 schon 28,2 %. Doch nicht nur im flämischen Landesparlament kann die N-VA mehr als 30 % realisieren, sondern auch im belgischen Bundesparlament. Auf flämischer Ebene liegt die N-VA bei 33 % und in der Kammer bei sogar 34 %.

Die christdemokratische CD&V und die sozialistische SP.A können ihre Ergebnisse von 2009 und 2010 leicht behaupten. Auf flämischer Ebene holt die CD&V bei leichtem Verlust etwa 20 % und in der Abgeordnetenkammer des Bundesparlaments mit 18 % etwas mehr, als beim letzten Mal. Die SP.A scheint sich, wenn auch nur knapp, in beiden Häusern bei etwa 14 % einzupendeln.

Die flämischen Liberalen Open VLD hingegen müssen mit zwar leichten, dennoch empfindlichen Verlusten leben. Sie haben vorläufig 11 % im flämischen Parlament und 13 in der Abgeordnetenkammer. Die Grünen von Groen können in beiden Häusern Zuwächse verzeichnen, doch von einer Verdoppelung ihrer Mandate, wie erhofft, bleiben sie reichlich entfernt.

Großer Wahlverlierer ist der rechtsradikale Vlaams Belang, der bis zu zwei Drittel seiner Wählerschaft verliert und die rechtspopulistische LDD, die verschwindend geringe Wählerzahlen aufweisen. Die linksradikale PVDA+ schafft es wohl nicht in die Parlamente.