"Sozialistische Familie bleibt größte des Landes"

Der Vorsitzende der frankophonen Sozialisten PS, Paul Magnette (Foto), erkennt den Wahlsieg der flämischen Nationaldemokraten N-VA auf flämischer Landes- und auf belgischer Bundesebene durchaus an, doch er freute sich auch darüber, dass die PS in Wallonien weiter „numéro un“ bleibe.

„In Flandern ist die N-VA deutlich stärker geworden, dies jedoch vor allem auf Kosten der Rechtsextremen. Die Regierungsparteien haben standgehalten und die sozialistische Familie bleibt die größte Familie im Land.“, so Magnette noch am Sonntagabend.

Magnette erwies sich als schneller Rechner und sagte zum Wahlerfolg der N-VA, dass diese ihren Erfolg auf Kosten der Rechtsextremen Vlaams Belang und der Rechtspopulisten LDD erzielt habe: „Die separatistischen Parteien verbuchen gemeinsam sogar etwas Verlust während die Parteien der Koalition standhielten oder sogar gewannen.“

Die PS bleibt in Wallonien mit rund 31 % der Stimmen die stärkste Partei. Die liberale MR, der große Herausforderer der PS im frankophonen Landesteil, wird zweite Kraft mit etwa 25,7 % Stimmenanteil. Beide Rivalen liefern sich in der Region Brüssel-Hauptstadt weiter ein Kiopf-an-Kopf-Rennen, denn dort sind aufgrund von Zählproblemen nach der Computerwahl noch nicht alle Wahlkreise und Wahlbüros ausgezählt.

Große Wahlverlierer in Wallonien sind die frankophonen Grünen von Ecolo. Sie verlieren fast 10 % der Stimmen und büßen im wallonischen Regionalparlament wohl 10 ihrer bisher 14 Sitze ein.