Panne: Noch keine Ergebnisse aus Ostbelgien

Durch ein schweres technisches Problem liegen die Wahlergebnisse aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens noch nicht vor. Kurz nach Mitternacht hat die Wahlkommission in Ostbelgien beschlossen, die Stimmenauswertung abzubrechen. In einigen Kantonen in der DG liegen die gleichen Probleme vor, wie in Teilen der anderen Regionen in Belgien.

Nach Angaben des Vorsitzenden der Wahlvorstände in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Eupens Gerichtspräsident Rolf Lennertz, handelt es sich dabei um einen Fehler in einem der Zentralcomputer im Bundesinnenministerium in Brüssel. Dieses Gerät kann die Disketten aus verschiedenen Wahllokalen, z.B. in Eupen, in St Vith, in einigen Brüsseler Gemeinden oder in Namür und Gent nicht lesen. Die Techniker des Innenministeriums würden emsig an einer Lösung des Problems arbeiten, hieß es weiter dazu in Eupen.

Aus dem Innenministerium verlautete dazu, dass der Fehler nicht, wie mancherorts angenommen, an den veralteten Wahlcomputern liege, sondern an einer neuen Software zum Auslesen der Daten aus diesen Computern. Die Probleme in einigen Wahllokalen im flämischen Gent sind offenbar menschlicher Natur, denn dort wird noch mit Bleistift und Papier gewählt…. Hier sollen angeblich noch „kleine Fehler“ gesucht werden.

In jedem Fall sind die Mitarbeiter der Wahllokale in Eupen dazu aufgerufen, sich am Montagabend ab 18 Uhr wieder einzufinden. Dann sollen die ausgezählten Resultate ausgewertet und später veröffentlicht werden. Doch ist in Ostbelgien die Stimmung nach diesem dort „Supergau“ genannten technischen Wahldebakel schlecht. Die Wahlpartys der Parteien muteten ohne Resultate seltsam an und die Kommentare reichten von „Peinlich“ oder „So etwas darf im zivilisierten Europa 2014 nicht passieren“ bis hin zur Forderung zur Rückkehr zur Wahl mit Bleistift und Papier.