800.000 Belgier haben aus Protest nicht gewählt

Mehr als 800.000 wahlberechtigte Belgier sind am Sonntag nicht zur Urne gegangen. Diese Zahl ist etwas geringer als bei den belgischen Wahlen von 2010. Das geht aus den Zahlen des Innenministeriums hervor.

Insgesamt sind 7.726 632 belgische Wähler, die in Belgien wohnen, wahlpflichtig. Einer von zehn Wählern ist seiner Wahlpflicht also nicht nachgekommen. Theoretisch riskieren all diese Menschen ein Bußgeld zwischen 30 und 160 Euro. Wer wiederholt die Wahlen ignoriert, muss mit einem Bußgeld von 150 Euro rechnen.

Europawahlen

Bei den Europawahlen haben über 43 Prozent der Wähler in der EU ihre Stimme abgegeben. Vor allem im Osten Europas gingen im Vergleich nur sehr wenige Bürger zur Wahl.

 Im Euro-Krisenland Griechenland stimmten über 57 Prozent der Bürger mit, in den südeuropäischen Krisenländern Spanien und Portugal über 44 Prozent beziehungsweise über 34 Prozent.

In Belgien und Luxemburg war die Wahlbeteiligung an den Europawahlen mit je 90 Prozent am höchsten. In beiden Ländern herrscht allerdings Wahlpflicht.