Reynders will lieber ohne die Nationalisten der N-VA

Außenminister Didier Reynders von den französischsprachigen Liberalen MR will auf föderaler Ebene kein Szenario der Koalition von vornherein ausschließen. Wenn er jedoch die Wahl habe, bevorzuge er ein stark sozial-wirtschaftliches Programmm und zwar ohne die flämischen Nationalisten von der N-VA. Das sagte Didier Reynders im französischsprachigen Rundfunk RTBF.

"Es gibt auch ein sozialwirtschaftliches Programm und dieses Programm, habe ich gehört, darf nicht aus der Spaltung der sozialen Sicherheit bestehen. Nein, das wollen wir also nicht", sagte Reynders. Auf die Frage, ob man es mit oder ohne der N-VA versuchen wolle, antwortete Reynders: "Wir haben immer gesagt, wir würden am Verhandlungstisch nicht gerne das wiedererleben, was wir 2010 mitmachen mussten."

Er schließt nicht aus, dass die heutige Drei-Parteienkoalition - mit Sozialisten, Liberalen und Christendemokraten - auf föderaler Ebene fortgesetzt werde.

Inzwischen sind auch die letzten Stimmen in Wallonien ausgezählt. In Lüttich verliert die sozialistische PS noch einen Kammersitz an die Liberalen von der MR.

In Brüssel gibt es allerdings immer noch Probleme mit der Auszählung der Vorzugsstimmen. Daher ist noch nicht sicher, ob eine flämische Kandidatin auf der gemeinsamen Liste der Grünen von Ecolo und Groen in die Kammer gewählt wurde.