Christl. Arbeiterbewegung will "soziale Regierungen"

Die künftigen Regierungen in Belgien auf föderaler und regionaler Ebene dürfen jene nicht aus dem Auge verlieren, die bei einem eventuellen Wirtschaftsaufschwung nicht mithalten können. Dies verlangt die Christliche Arbeiterbewegung ACW am Vortag von Rerum Novarum, dem Feiertag dieser Bewegung, der immer zu Christi Himmelfahrt begangen wird. Die Arbeit zu verlieren oder krank zu werden, könne schließlich jedem passieren.

Die Christliche Arbeiterbewegung (ACW) warnt die noch zu bildenden neuen Regierungen auf Bundes- und Landesebene in Belgien davor, einen Wirtschaftsaufschwung auf Kosten der sozial Schwachen auf den Weg zu bringen.

Patrick Develtere, der Vorsitzende der ACW, erinnerte die neu- oder wiedergewählten Politiker im Vorfeld des Festtags Rerum Novarum an deren soziale Verpflichtungen gegenüber den Beschäftigten im Lande: “Wir wollen immer mehr und das immer schneller. Dabei dürfen wir die nicht aus dem Auge verlieren, die nicht dabei mithalten können”, so Develtere am Dienstagabend bei einer Tagung seiner Bewegung.

Seinen Arbeitsplatz zu verlieren oder krank zu werden, könne schließlich jedem passieren. Die ACW fordert eine schnelle und soziale Regierungsbildung.

Der Festtag Rerum Novarum, der am Christi Himmelfahrtstag von der Christlichen Arbeiterbewegung gefeiert wird, erinnert an die soziale Enzyklika, die Papst Leo XIII. vor 120 Jahren an die Öffentlichkeit brachte. Papst Leo XIII. gilt als der „Arbeiterpapst“ und wird als eine Art Schutzheiliger der Beschäftigten angesehen.