ACV/CSC fordert Vermögenssteuer

Die christliche Gewerkschaft ACV/CSC plädiert für die Einführung einer Vermögenssteuer für Superreiche. Das sagte Generalsekretärin Ann Vermorgen (Foto) in Ypern in ihrer Rede zu Rerum Novarum, dem Fest der christlichen Sozialverbände. Mit dem Geld soll ein Teil der angekündigten Sparmaßnahmen finanziert werden.

Die christliche Gewerkschaft hat berechnet, dass Belgien wegen des europäischen Stabilitätsprogramms bis 2017 13 Milliarden Euro sparen muss. 11 Milliarden muss über Sparmaßnahmen in der Sozialversicherung finanziert werden und das wird nicht ohne Konsequenzen bleiben, befürchtet Vermorgen.

„Wer glaubt, über dieses Sparprogramm unseres soziales Modell abschaffen zu können, liegt falsch. Denn das wird riesige Folgen für unser gesellschaftliches Modell haben und das können wir auf keinen Fall akzeptieren“, so die Gewerkschaftlerin. Notwendig ist deshalb die Einführung einer Vermögenssteuer für Vermögen die größer sind als 1 Millionen Euro.

Die ACV/CSC-Generalsekretärin findet es aber positiv, dass im vergangenen Wahlkampf vor allem sozialwirtschaftliche Themen diskutiert wurden und eine erneute Staatsreform nicht zur Sprache kam. Die Gewerkschaft spricht sich dagegen aus, dass weitere Bereiche der Sozialversicherung vom belgischen Bund an die Regionen übertragen werden.