Neue Vorschriften im Immobiliensektor

Die Immobilienmakler sind beunruhigt, denn ab dem morgigen Samstag gelten neue Vorschriften in ihrem Sektor. Wer sein Haus über einen Makler verkaufen will, wird mehr Bedenkzeit bekommen, die Zusammenarbeit doch noch zu beenden. Die Makler müssen künftig auch vor Abschluss eines Vertrages besser und umfrangreicher informieren. Das bedeutet viel mehr Arbeit, betont der Verband der Immobilienberufe.

Ab dem 31. Mai verändern sich die Vorschriften für Leute, die ihre Immobilie über einen Makler verkaufen wollen. So erhält der Verkäufer in bestimmten Fällen mehr Bedenkzeit, um die Zusammenarbeit mit dem Makler doch noch zu beenden.

Bis jetzt hat man sieben Arbeitstage Zeit, um von einer Zusammenarbeit zurückzutreten. Ab morgen werden das 14 Kalendertage, zumindest wenn der Vertrag gemeinsam vom Makler und dem Verkäufer außerhalb des Immobilienbüros unterzeichnet wird. Auf diese Weise wird das alles sehr komplex, befürchten wir. Auf der anderen Seite muss man vorvertragliche Informationen geben und zwar noch bevor der Vertrag unterzeichnet ist", erklärt Dajo Hermans vom Verband der Immobilienberufe.

Europa habe mit einer Liste neuer Vorschriften den Verbraucher im Hinblick auf Internetververkäufe besser schützen wollen, so Dajo Hermans gegenüber Flanderninfo.be. Insgesamt sei gegen einen besseren Schutz des Verbrauchers auch nichts einzuwenden, allerdings werde die Situation für die Makler damit praktisch komplizierter.

Die neuen Regeln seien für alle Sektoren gedacht. Der Immobiliensektor habe aber eine speziell auf den Sektor abgestimmte Gesetzgebung gehabt. 

Nur wenn ein Makler und ein Verkäufer zum Beispiel einen Vertrag zu Hause, also außerhalb des Büros, unterzeichneten, dann gelte künftig die Verlängerung der Bedenkzeit (14 Kalendertage). Jede Menge Verträge würden außerhalb des Maklerbüros, zum Beispiel direkt bei den Verkäufern zu Hause, unterschrieben, fügt Hermans noch hinzu.