Schulen gedenken Anschlag im jüdischen Museum

Am Freitag ist in allen Brüsseler weiterführenden Schulen dem Anschlag im jüdischen Museum letzten Samstag gedacht worden. Dabei wurden drei Personen erschossen und eine schwer verletzt.

In den Schulen wird ein Text vorgelesen, in dem der Anschlag ausdrücklich verurteilt wird.

Im Dachsbeck Gymnasium unweit des Zavel/Sablon-Platzes nehmen auch der Brüsseler Bürgermeister, Yvan Mayeur und der Stadtbeirat am Gedenken teil.

"Wir, die Stadt, wollen den Jugendlichen sagen, dass wir auf der Seite der Opfer stehen. Diversität ist ein Reichtum der Gesellschaft und so ein terroristischer und antisemitischer Anschlag ist für uns inakzeptabel in unserer Stadt", betonte Mayeur und er fügte hinzu: "Es ist auch eine Art und Weise, um den Jugendlichen zu zeigen, Ihr müsst nachdenken, Ihr seid die Zukunft unserer Stadt."

Jüdisch-evangelisches Fest ist auch Friedensbotschaft

Unterdessen ist bekannt, dass das jüdisch-evangelische Friedensfest am Sonntag in Brüssel trotz des jüngsten Anschlags vom Samstag statt finden wird. Allerdings würden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen genommen.

Die Polizei hatte den Veranstaltern abgeraten, das Festival statt finden zu lassen. Laut dem Veranstalter John van der Dussen sei es jetzt aber besonders wichtig, eine Friedensbotschaft mit zu geben.

"Es wird zusätzlicher Polizeischutz gewährt und es werden andere zusätzliche Maßnahmen genommen, aber wir denken, dass man gerade in diesem Moment die Juden nicht im Stich lassen sollte. Wir denken, dass wir als evangelische Christen gefordert sind, selbst wenn es schwierige Folgen hat, öffentlich hinter ihnen zu stehen. Wir haben verstanden, dass das gefährlich werden kann und wir nehmen das Risiko auf uns", so van der Dussen.

Das jüdisch-evangelische Friedensfest findet also am Sonntag auf dem Spanienplatz in der Nähe des Brüsseler Zentralbahnhofs statt.