Messerstecherei Brügge: Verdächtiger stellt sich

Einer der beiden Verdächtigen der Messerstecherei, bei der am Freitagmorgen ein 19-Jähriger umkam, hat sich bei der Polizei der Uni-Stadt Leuven (Löwen) gemeldet. Er wurde sofort nach Brügge überstellt. Das bestätigt die Staatsanwaltschaft. Auch der zweite Mann konnte inzwischen identifiziert werden. Er ist noch auf der Flucht.

Einer der beiden gesuchten jungen Männer - ein 21-Jähriger aus Löwen -  hat sich vergangene Nacht selbst bei der Polizei seiner Stadt gemeldet. Am Vormittag wurde er in Brügge vernommen. Jetzt muss der Untersuchungsrichter entscheiden, ob er in Haft bleibt.

Bei dem Verdächtigen handelt es sich um den hellhäutigen der beiden Männer, der während seiner Flucht seine Brille verloren hatte. Die Staatsanwaltschaft bestätigte inzwischen, dass auch der zweite Tatverdächtige identifiziert, aber noch nicht festgenommen werden konnte.

In den Medien wurde am gestrigen Samstag Phantombilder veröffentlicht.  Wie die Zeitung „Het Nieuwsblad op Zondag“ heute berichtet, war der Fluchtwagen der beiden schon gestern in Ostende entdeckt worden.

Marsch gegen sinnlose Gewalt

Am kommenden Mittwoch, den 4. Juni, wird um 18.00 Uhr in Brügge ein Marsch gegen sinnlose Gewalt organisiert, um an das Opfer der Messerstecherei zu erinnern. Die Kundgebung beginnt am Marktplatz.

In der Halle des Rathauses wird ab morgen auch ein Kondolenzbuch ausgelegt, in dem bis zum 7. Juni Beileid bekundet werden kann. Am Tatort besteht weiterhin die Möglichkeit, Blumen abzulegen. Das Bürgermeisterkollegium hat allen Angehörigen des Opfers seine Anteilnahme ausgesprochen.