2013 wurden in Belgien 1,5 Mio. Raser geblitzt

Die belgische Verkehrspolizei hat in den vergangenen Jahren die Anzahl der Geschwindigkeitskontrollen deutlich erhöht und dadurch steigen auch die Zahlen derer, wie bei zu schnellem Fahren geblitzt werden. 2013 tappten mehr als 1,5 Mio. Autofahrer in Belgien in die Radarfalle: Ein Rekord.

Die Zahl der bei Geschwindigkeitsübertretungen erwischen Autofahrer steigt in Belgien rasant schnell an. Durch die drastische Erhöhung der Anzahl Tempokontrollen und Radarfallen auf dem belgischen Straßennetz werden immer mehr Raser erwischt. 2013 tappten über 1,5 Mio. Schnellfahrer in die Radarfallen.

Das ist ein Anstieg um knapp 17 % gegenüber 2012 und im Vergleich zu 2008 eine glatte Verfünffachung dieses Wertes. Nach Angaben der belgischen Polizei wurden die Tempokontrollen und Radarfallen nicht nur auf den Autobahnen erhöht, sondern auch entlang von Schnell- und Landstraßen und im städtischen Bereich. Der in Sachen Strafmandate wegen Raserei ergiebigste Verkehrsweg in Belgien ist und bleibt die Autobahn E 40 zwischen der deutschen Grenze und der belgischen Nordseeküste. Hier werden bei weitem nicht nur Raser mit belgischem Kennzeichen oder Führerschein erwischt.

Etwa jeder dritte erwischte Schnellfahrer ist ein Ausländer, wobei die Niederländer und die Franzosen am häufigsten in die belgischen Radarfallen tappen. Aber, fast die Hälfte der in Belgien geblitzten Ausländer zahlt den Strafzettel nicht. Hier erweisen sich die Franzosen am korrektesten. Sie begleichen ihre Schuld in Belgien eher als Niederländer, Deutsche oder Osteuropäer. Würden alle Geblitzten ihren Strafzettel begleichen, wäre die belgische Staatskasse um rund 100 Mio. € reicher.