"Die Armee soll jüdische Einrichtungen bewachen"

Knapp eine Woche nach dem brutalen Anschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel, bei dem drei Menschen ums Leben kamen, fordert Antwerpens Bürgermeister Bart De Wever (N-VA - Foto), dass die belgische Armee jüdische Einrichtungen in unserem Land bewachen solle.

Bart De Wever sagte am Sonntagabend gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass die Armee jüdische Einrichtungen bewachen soll, nicht nur in seiner Stadt Antwerpen:

„Gebt uns bitte die Parakommandos, um diese Ziele zu bewachen. Wir haben eine große jüdische Gemeinschaft in Antwerpen. Diese stehen schon lange unter erhöhter Bedrohung. Es hat schon Anschläge in Antwerpen gegeben. Ich halte es für ein Minimum, dass das Verteidigungsministerium zu uns kommt, um uns zu helfen und um diese Ziele abzuschirmen.“

Nach Angaben der Antwerpener Stadtverwaltung ist es bereits mehrmals zu Anfragen an das belgische Verteidigungsministerium gekommen, nach denen die Armee helfen soll, die Sicherheit in der Scheldemetropole zu gewährleisten. Doch diese Hilfe komme nicht, so ein Sprecher des Bürgermeisters.

Es sei nicht so, dass man Scharfschützen auf allen Dächern Antwerpens stationieren wolle. Wichtig, so heißt es in Antwerpen dazu, sei ein eher Schutz gegen die aus Syrien heimkehrenden Islamisten. Vorher habe man Antwerpen vorgeworfen, von hier aus würde Angst verbreitet, doch jetzt sei es in Brüssel zu einem Anschlag gekommen, denn man schon länger befürchtet habe.