Frühling 2014: "Besonders warm und trocken"

Das Frühjahr 2014 wird in der klimatischen Geschichte Belgiens als eine besondere Jahreszeit eingehen. Das Königliche Belgische Wetteramt KMI in Ukkel bei Brüssel spricht von einem „außergewöhnlich warmem und trockenen“ Frühling.

Das KMI registrierte in den Monaten März, April und Mai insgesamt nur 34 Tage mit Niederschlag, was sehr „abnormal wenig“ ist. Mit dieser Bezeichnung benennen die Klimatologen in Ukkel Wetterereignisse, die nur einmal alle 10 Jahre stattfinden. Statistisch normal wären etwa 49 Niederschlagstage in diesen Frühjahrsmonaten gewesen.

Im gerade zu Ende gegangenen Frühjahr fielen in Belgien 92,2 l Niederschlag, was wiederum „sehr außergewöhnlich“ war, was also nach den Wetterfröschen von Ukkel nur alle 100 Jahre aufgezeichnet wird. Der normale statistische Wert beträgt hier 187,8 l und doch ist das vergangene Frühjahr in Belgien nicht in der Top 5 der trockensten Frühlinge in unseren Breitengraden.

Mit 11,7°C Durchschnittstemperatur war das belgische Frühjahr laut KMI „außergewöhnlich“ warm, was eine Erscheinung darstellt, die etwa alle 30 Jahre hier vorkommt. Normalerweise würden in einem belgischen Frühling 10,1°C registriert. Das wärmste Frühjahr erlebte unser Land 2007 mit 12,3°C im Durchschnitt. Dieses Jahr war allerdings das drittwärmste Frühlingsjahr seit Aufzeichnung der Wetterdaten in Belgien.

Die Sonne schien in diesem Frühjahr hier an 572,08 Stunden, was in Ukkel beim KMI als „sehr abnormal“ bezeichnet wird,, doch auch hier wurde kein Rekord gebrochen, obwohl normalerweise ein Sonnenstunden-Kontingent von 463,58 Stunden gereicht hätte…