G7-Gipfel in Brüssel: Sicherheit und Verkehr

Die Brüsseler Polizei ergreift für die Dauer des G7-Gipfels, der im Beisein von US-Präsident Barack Obama am Mittwoch in der belgischen Hauptstadt stattfinden, strenge Sicherheitsmaßnahmen. Nicht zuletzt wird dieser Mega-Gipfel in Brüssel auch wieder für ein Verkehrschaos sorgen. Weiträumige Umleitungen und Straßensperren werden ihren Effekt nicht verfehlen.

Trotz des enormen Sicherheitsaufgebots beim G7-Gipfel am Mittwoch sollen die dadurch entstehenden Probleme geringer ausfallen, als beim Staatsbesuch von US-Präsident Obama in Belgien im März dieses Jahres.

Die Polizei habe damals entsprechende Erfahrungen machen können, die bei dieser neuerlichen Großveranstaltung nicht unerheblich ins Gewicht fallen, hieß es dazu in Brüssel.

Am 4. und 5. Juni gilt ein Sicherheitsperimeter im Umfeld des Schuman-Platzes im Brüsseler Europaviertel und zwar an diesem Platz selber und in den umliegenden Zufahrtsstraßen Froissart-, Wet, und Belliardstraat sowie um das Residence Palace-Gebäude und in der Justus-Lipsius-Straat. Höchste Sicherheitsstufe gilt am Justus-Lipsius-Gebäude des Europarats, wo der G7-Gipfel abgehalten wird.

Anlieferungen sind an diesen Tage ebenso verboten und unmöglich, wie das Heraussetzen von Müllsäcken durch die Anwohner bzw. durch die dort anliegenden Lokale und Geschäfte. Nur Anwohner und Personen, die entsprechende Zugangspässe haben, werden durch die Absperrungen gelassen und dürfen die Sicherheitszone betreten.

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Weitere Probleme

Die regionale Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB wird 10 Buslinien, die normalerweise durch die betroffenen Viertel laufen, weiträumig umleiten. Eine weitere Sicherheitszone gilt im Umfeld des Hotels „The Hotel“, in dem US-Präsident Obama übernachten wird. Den Sicherheitsperimeter betreffen hier Teile der Waterloolaan, des Egmontparks sowie Bereiche der Naamsepoort und der Louizapoort.

Trotz des Attentats auf das Jüdische Museum in Brüssel unweit der Zavel in der Altstadt werden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen nicht ergriffen, so die Brüsseler Polizei. Allerdings erhält das Museum in diesen Tagen eine Sonderbewachung. Gegen den G7-Gipfel darf nur die Drittwelt-Organisation Oxfam demonstrieren. Sie stellte als einzige Einrichtung einen entsprechenden Antrag und wird gegen die enorme Verschwendung von Lebensmitteln in der Welt protestieren.