G7: Zum ersten Mal wieder Grenzkontrollen

Zum ersten Mal seit der Einführung der Schengen-Regeln zum freien Grenzverkehr innerhalb der EU werden wieder Kontrollen an den früheren Grenzübergängen zu unserem Land durchgeführt. Grund dafür ist der G7-Gipfel mit US-Präsident Barack Obama in Brüssel, der am Mittwoch stattfindet.

Die Sicherheitsmaßnahmen, die der belgische Staat aufgrund der Erfahrungen mit dem Obama-Besuch in unserem Land Ende März etwas erleichtert hat, führen dazu, dass an den Grenzen Kontrollen durchgeführt werden. Wenn sich US-Präsident Obama und seine G7-Kollegen am Mittwoch in Brüssel zu ihrem Gipfel einfinden, müssen sich die Bürger an den Grenzen unseres Landes kontrollieren lassen – zum ersten Mal seit knapp 20 Jahren, also seit Bestehen des Schengen-Abkommens zum freien Grenzverkehr innerhalb der Unterzeichnerländer.

Diese Kontrollen finden an den Grenzen zu Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Luxemburg statt und zwar auf allen Ebenen: Auf Straßen und Autobahnen, in Zügen und auf den Wasserwegen. Gesonderte Kontrollen finden auch in den Seehäfen und an den Flughäfen statt. Diese Kontrollen finden ab sofort statt und dauern bis zum 6. Juni einschließlich.

Aus dem Krisenzentrum des belgischen Innenministeriums, dass die Sicherheit während des G7-Gipfels überwacht, verlautete, dass sich für Otto-Normalverbraucher an den Grenzen nichts ändert. Die meisten von ihnen würden die Kontrollen ohnehin nicht wirklich spüren, denn sie würden nicht systematisch durchgeführt. Das Krisenzentrum teilte mit, dass man lediglich potentielle Unruhestifter fernhalten möchte und dass man in dieser Hinsicht mit entsprechenden Informationen von Seiten der Polizei und der Sicherheitsdienste arbeite.