WM: Alkoholverbot für Nightshops in Brüssel

Während der Fußball-Weltmeisterschaft dürfen die Nightshops in der belgischen Hauptstadt in der Zeit von 22 Uhr Abends bis 7 Uhr Morgens keinen Alkohol verkaufen. Dies beschloss der Stadtrat von Brüssel am Montagabend. Das Verbot gilt in erster Linie für das Brüsseler Stadtzentrum.

Das Verkaufsverbot für Alkohol in den Nightshops während der Fußball-WM in den kommenden Wochen ist nach Abgaben von Brüssels Bürgermeister Yvan Mayeur (PS) ein Experiment. Es gilt nicht für die gesamte Hauptstadt sondern in erster Linie für das Viertel um den Sint-Goriksplein, für den UNESCO-Perimeter rund um den Großen Markt, für die Anspachlaan und für den Sint-Katelijneplein, also dort, wo sich die Ausgehviertel im Herzen der Altstadt befinden.

Die Idee, die sich hinter dem Vorgang verbirgt, hat nach Angaben von Bgm. Mayeur (kleines Foto) nichts mit einem Alkoholverbot während der WM zu tun, sondern soll dabei helfen, die Störung der öffentlichen Ordnung durch übermäßigen Alkoholkonsum im Stadtzentrum einzudämmen. Besucher der Altstadt, die dort während der auf Großbildschirmen übertragenen WM-Spiele ihren eigenen Alkohol mitbringen, dürfen diesen konsumieren. Ansonsten bleibt noch die Möglichkeit, in den Anliegerkneipen einzukehren.

Ohne Kritik kommt dieses Vorhaben aber nicht weg, denn man wirft der Brüsseler Stadtverwaltung zum einen vor, damit das Alkoholkonsum nicht eindämmen zu können, denn es bleibt weiter möglich, sich auch im Umfeld des Verbotsperimeters mit diversen Alkoholika einzudecken und zum anderen würde einem Wirtschaftszweig, nämlich den meist durch Ausländer betriebenen Nightshops, schlicht und einfach die Möglichkeit genommen, Geld zu verdienen.