Ford-Arbeiter aus Genk verpassen neue Jobs

Weil einige Mitarbeiter des zum Jahresende schließenden Ford-Werks in Genk in der Provinz Limburg (Foto) nicht auf ihre Entlassungsprämien verzichten wollen, können sie sich derzeit nicht auf neue Stennen hin bewerben. Der Autobauer VDL/NedCar in der niederländischen Provinz Südlimburg hat rund 400 Stellen ausgeschrieben, die die Ford-Kollegen wohl verpassen werden.

VDL/NedCar in Born in Südlimburg/Niederlande (kleines Foto) sucht dringend bis zu 400 neue Mitarbeiter, denn dort beginnt im kommenden Sommer die Serienproduktion von Minis im Auftrag des deutschen Autobauers BMW. In Belgien suchen eigentlich viele erfahrene Facharbeiter aus der Automobilbranche eine neue Stelle - Arbeiter, die man in Born gut gebrauchen könnte.

Das niederländische Unternehmen, das auf seinen Fließbändern Produktionsaufträge für die verschiedensten Automarken abwickelt, erhält nach eigenen Angaben ständig auch Bewerbungen aus dem nahegelegenen Belgien, speziell auch aus der flämischen Provinz Limburg.

Doch viele ehemalige oder kurz vor der Entlassung stehende Ford-Mitarbeiter aus Genk, wo Ende 2014 dichtgemacht wird, sind nicht dabei. Sie haben offenbar Bedenken dabei, sich schon jetzt zu bewerben, denn wenn sie selbst kündigen, verlieren sie ihre Entlassungsprämie, die die Gewerkschaften mit Ford im Zuge der geplanten Schließung des Standorts ausgehandelt haben.