Steuerdruck in Belgien EU-weit am zweithöchsten

Hinter Dänemark liegt Belgien in der Frage des Steuerdrucks in einer aktuellen Rangliste der Europäischen Union auf Rang zwei. In einer jüngst erstellten entsprechenden Analyse liegt die steuerliche Belastung in Belgien bei 45,4 % des Brutto-Inlandsprodukts (BIP). Mittlerweile lässt Belgien in dieser Hinsicht sogar die Schweden hinter sich.

Die flämische Tageszeitung De Standaard berichtet in ihrer Mittwochsausgabe von einer Analyse der EU-Kommission bezüglich des Steuerdrucks in den einzelnen Mitgliedsländern.

Dabei stellt die EU fest, dass der Steuerdruck in Belgien derzeit so hoch, wie zuletzt Ende der 1990er Jahre ist. 2012 lag der Steuerdruck in unserem Land bei 45,4 % des Brutto-Inlandsprodukts. Das betrifft also nicht nur die Steuern, die die Bevölkerung entrichten muss, sondern auch den Steuerdruck auf die Wirtschaft.

In zwei Bereichen in Belgien liegt der Steuerdruck nach Messungen der EU-Kommission besonders hoch und zwar bei der Besteuerung der Einkommen durch Arbeit und bei der Besteuerung von Kapital.

Belgien liegt nach den Berechnungen aus dem Jahr 2012 in dieser Hinsicht EU-weit hinter Dänemark auf Rang zwei und schaffte es sogar, Schweden zu überholen.

Staatsschuld 1 % höher durch politische Krise 2010-2011

Nach Angaben der frankophonen Wirtschaftszeitung L’Echo hat die politische Krise, die Belgien nach den Parlamentswahlen 2010 heimsuchte, den staatlichen Schuldenberg um 0,91 % angehoben. Derzeit beträgt die Staatsschuld in Belgien 101,2 % des Brutto-Inlandsprodukts (BIP). Analysten erwarten aber, dass dieser Schuldenberg bis zum Jahr 2017 auf 93,2 % sinken wird. Damit würde die symbolische 100 %-Marke des BIP im laufe der nächsten Jahre endlich wieder im positiven Sinne durchbrochen.