Diakon soll illegale Sterbehilfe geleistet haben

Ein 57 Jahre alter Diakon aus Wevelgem in Westflandern steht unter Mordanklage, weil er angeblich bei mehreren Personen aktive Sterbehilfe leistete. Ob der Laienpriester mit oder ohne Zustimmung dieser Personen gehandelt haben soll, bleibt unklar.

Offenbar soll der Diakon im Laufe von rund 31 Jahren in mindestens 10 Fällen aktive Sterbehilfe geleistet haben. Der Verdächtige war viele Jahre lang Pfleger in einem Krankenhaus in Wevelgem (Westflandern) tätig und soll dabei diese Taten begangen haben.

Nach Angaben der zuständigen Staatsanwaltschaft in Kortrijk (Westflandern) soll der Diakon in Verhören angedeutet haben, zwischen Anfang der 1980er Jahre und 2011 seine Taten begangen zu haben. Doch über den genauen Inhalt dieser Aussagen will die Staatsanwaltschaft nichts bekannt geben.

Der verheiratete Mann hatte bis 2002 im heutigen AZ Delta-Krankenhaus in Wevelgem als Pfleger gearbeitet und blieb danach noch einige Jahre lang halbtags diakonischer Mitarbeiter. 2011 verließ er die Einrichtung, um nur noch als Diakon zu arbeiten.

Klar ist, dass alle entsprechenden Fälle von Sterbehilfe, die vor 2002 stattfanden, ungesetzlich sind. In diesem Fall handelt es sich bei aktiver Sterbehilfe nach belgischem Recht um Mord und dessen wird der Verdächtige offenbar beschuldigt.