Erinnerung an D-Day: Di Rupo und Königspaar in Normandie

In der Normandie in Frankreich wird am heutigen Freitag der Landung der alliierten Truppen im Zweiten Weltkrieg vor genau 70 Jahren gedacht. Die Landung läutete das Ende des zweiten Weltkriegs ein und markierte einen Meilenstein der Befreiung Europas vom NS-Regime.
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Gegen Mitternacht sind bereits an 24 Orten entlang der Küste der Normandie Feuerwerke gezündet worden.

Am heutigen Freitag finden in Frankreich an mehreren Orten Feierlichkeiten statt, mit denen an die größte Landungsoperation der Geschichte am 6. Juni 1944 erinnert wird. Zu den zahlreichen internationalen Gästen, die an den Feierlichkeiten teilnehmen, zählen auch das belgische Königspaar und der belgische Noch-Premier Elio Di Rupo sowie der amerikanische Präsident Barack Obama, der russische Präsident Putin und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Präsident François Hollande hat am Mittag zwanzig Staats- und Regierungschefs zum Mittagessen im Schloss von Bénouville, ein symbolischer Ort der Widerstandsbewegung, geladen. Auch die britsche Queen Elizabeth II. ist gekommen.

Nach dem Lunch begibt sich die Prominenz nach Sword Beach zum Küstenort Ouistreham. Dort wird sie zusammen mit 7.000 Anwesenden, darunter auch rund tausend Weltkriegs-Veteranen, einer Inszenierung der Geschehnisse von 1944 beiwohnen.

Danach stehen nationale und binationale Gedenkfeiern auf dem Terminplan in Colleville-sur-Mer mit Obama und Hollande und in Bayeux mit dem britischen Prinzen Charles. In Arromanches findet eine niederländische Gedenkfeier statt, in Sainte-Marie-du-Mont eine dänische und in Urville-Langannerie eine polnische.

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Viele belgische Soldaten kämpften am D-Day 1944 mit

Auch viele belgische Soldaten haben am D-Day 1944 mitgekämpft. Einer von ihnen ist Admiral Daniël Geluyckens. Er war Kanonier an Bord eines Torpedobootzerstörers. Heute ist er 92 Jahre alt. Er erinnert sich noch ganz genau an den Tag vor 70 Jahren: "Es war unmöglich zu begreifen, was da vor sich ging. Das Ganze war nämlich so sorgfältig organisiert. Man ging an Land, da waren so viele Menschen, Panzer, Lkw, alles mögliche. Auch tausende Truppen gingen in England an Land. Es war der Beginn von etwas, das in Gang kam und nicht mehr zu stoppen war."

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