Bekanntes Hotel Meridien in Brüssel ist Pleite

Das bekannte Hotel Meridien gegenüber dem Zentralbahnhof und unweit des Brüsseler Marktplatzes muss schließen. Ab nächster Woche Dienstag bleibt die Rezeption geschlossen. Der Pächter Starman Brussels ist pleite. Die 140 Angestellten des Hotels werden entlassen.

Das Brüsseler Handelsgericht hat das Hotel bereits für Bankrott erklärt. Das Meridien rentiert sich nicht mehr und ein seit langem andauernder Konflikt zwischen dem Pächter und dem Besitzer wird ebenfalls für die heutige Situation verantwortlich gemacht.

Der Pächter muss 300.000 Euro Miete im Monat bezahlen. Das Hotel gibt es seit gut einem viertel Jahrhundert. Für die heutigen Gäste und für die künftigen Gäste würden bereits alternative Unterkünfte gesucht, hieß es in einem Pressebericht.

Das Meridien bedauere die Schließung. Die Kette werde allen Möglichkeiten nachgehen, um ihre Aktivitäten wiederaufzunehmen, heißt es weiter. Den Bediensteten, die bei Starman Bruxelles arbeiten, wurde versprochen, dass sie für andere Beschäftigungsmöglichkeiten vorgeschlagen würden.

Bruttogewinn für Brüsseler Hotelzimmer unter niedrigsten in Europa

Der Brüsseler Hotelverband, Brussels hotels association (BHA), fordert Maßnahmen, um die Existenzfähigkeit des belgischen Hotelsektors zu garantieren. Er will eine Reduzierung der Arbeitgeberkosten. BHA ist der Auffassung, dass die Mietkosten nicht der alleinige Grund für die Gefährdung der Rentabilität des Sektors seien, sondern macht auch die erhöhten Arbeitskosten für die Situation mitverantwortlich. Der Verband kritisiert ferner die Erhöhung um 45% bei den Personalkosten innerhalb von zehn Jahren im Hotel-, Gaststätten und Restaurantgewerbe gegenüber 24% im Durchschnitt in Belgien.

"Der Bruttogewinn für ein Hotelzimmer in Brüssel gehört zu den niedrigsten in Europa", so Rodolphe Van Weyenbergh, Generalsekretär des BHA.