Kommunen hoffen auf den Katastrophenfonds

Im Laufe des Pfingstmontags kündigten immer mehr Städte und Gemeinden in Belgien, die von den schweren Unwettern der letzten Tage heimgesucht wurden an, beim Katastrophenfonds einen Antrag auf Hilfe zu stellen. Währenddessen warnen Wetterexperten vor weiteren Stürmen, die von Frankreich noch bis zum Dienstag über unser Land hinwegziehen sollen.

Die Städte Beveren, Kruibeke, Lokeren, Sint-Niklaas und weitere Ortschaften in den Provinzen West- und Ostflandern kündigten an, sich nach dem schweren Unwetterschäden auf jeden Fall an den Katastrophenfonds zu richten. Die Provinzen West- und Ostflandern wurden bisher am schwersten von den Unwettern heimgesucht. Sint-Niklaas erließ inzwischen auch kommunalen Katastrophenalarm und setzte die entsprechenden Maßnahmen in Gang.

In Tielt kam bei einem Wolkenbruch am Sonntag eine Niederschlagsmenge von 30 l pro Quadratmeter herunter und in Sint-Niklaas richtete ein Hagelsturm schwere Schäden an. Hier mussten 10 Personen mit Schnittwunden nach Glasbruch durch Hagelkörner medizinisch versorgt werden. Rund 1.100 Mal wurde die örtliche Notrufzentrale angerufen.

In der Provinz Flämisch-Brabant, vor allem in Löwen und im Kempenland in Richtung Norden zwischen Limburg und Antwerpen sorgten Wolkenbrüche auch am Montag noch für Probleme und aus vielen weiteren Ortschaften im ganzen Land kamen und kommen ähnliche Meldungen. Auch die wallonische Provinz Hennegau muss mit heftigem Unwetter fertig werden. Hier schlagen die aus Frankreich kommenden Gewitterfronten zuerst zu.

Am Montagnachmittag meldete ein Freizeitpark in Mol, dass ein aus Polen stammender Gast vermisst wird. Er und ein Landmann hatten sich mit einem Schlauchboot auf einen Baggersee gewagt und war von einem Sturm völlig überrascht worden. Sein Landsmann konnte sich retten. Er selbst wird vermisst.