Küste: Probleme bei der Rückreise per Bahn

Am Sonntagabend verlief der Rückreiseverkehr von der Küste aus Ostende in Richtung Inland sehr problematisch. Zwischen Ostende und Brügge war es zu einem Unfall mit Personenbeteiligung gekommen und die Staatsanwaltschaft ließ die Strecke sperren. Tausende Tagesurlauber, die mit dem Zug nach Ostende gekommen waren, hingen fest.
BELGA/DECONINCK

Die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB legte gemeinsam mit der flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn Sonderbusse zwischen Ostende und Blankenberge (Archivfoto oben) ein, um die Küstenurlauber von dort aus mit dem Zug zurück ins Inland zu bringen, doch die Kapazitäten waren kaum ausreichend, angesichts der Menschenmassen, die am Pfingswochenende zur Küste gekommen waren.

Im Laufe des Sonntagabends legte sich der Sturm der Reisenden aber, denn sie verteilten sich jetzt über mehrere Küstenbahnhöfe. Und doch kamen viele Tagestouristen mit stundenlangen Verspätungen an ihren Zielen an. Im Laufe des Abends wurde auch eines der beiden durch den Unfall betroffenen Gleise freigegeben und es konnten auch Züge den Bahnhof Ostende verlassen.

Die Fahrgäste des ersten von dem Unfall betroffenen Zuges konnten übrigens recht schnell aus ihren heißen und vollbesetzten Waggons aussteigen. Unüblicherweise erlaubte die bahneigene Infrastrukturgesellschaft Infrabel den Reisenden inren Zug zu verlassen, um zu Fuß den nächstgelegenen Bahnhof Jabbeke erreichen zu können. Dort standen Ersatzbusse bereit, die die Tagestouristen nach Brügge brachten, wo jene Züge warteten, die nicht weiter in Richtung Ostende fahren konnten und von dort aus zurück ins Inland kehrten.