CD&V-Brüssel nicht länger gegen Mehrheit mit FDF

Die flämischen Christdemokraten CD&V wiedersetzen sich nicht länger einer Mehrheit im Brüsseler Regionalparlament mit den radikal-frankophonen Liberalen der FDF, wie die regionalen Brüsseler Medien FM Brussel und brusselnieuws.be melden. In der vergangenen Woche sagten die flämischen Parteien in der Hauptstadt noch resolut „Nein“ gegen eine Regierung mit der FDF.

FM Brussel und brussennieuws.be meldeten am Mittwoch, dass sich die führende Brüsseler CD&V-Politikerin Brigitte Grouwels (Foto oben) nicht länger gegen eine Koalition mit der FDF in der Region sträube. Vergangenen Donnerstag schien es, als stünde eine Koalition für die Region Brüssel-Hauptstadt kurz bevor.

Die frankophonen Sozialisten PS verhandelten mit der Zentrumspartei CDH und mit der FDF und von den flämischen Parteien in Brüssel kam die Meldung, dass sich die liberale Open VLD mit der CD&V und mit der sozialistischen SP.A an einen Tisch setzen wollen. Doch kurz darauf folgten Meldungen, nach denen die flämischen Parteien an einer Sechsparteien-Koalition mit der radikal-frankophonen FDF nicht interessiert seien. Man lehnte letzte Woche die FDF in einer Brüsseler Regionalregierung noch rigoros ab.

Ob diese Ablehnung jetzt Makulatur ist, muss sich noch zeigen, denn die scheidende Brüsseler Mobilitätsministerin und führende CD&V-Politikerin Brigitte Grouwels sagte gegenüber den regionalen Medien, dass das Problem inzwischen vom Tisch sei: „Wir beobachten, dass einige FDF-Bürgermeister in der Region Brüssel-Hauptstadt gute Arbeit leisten. Einige Dinge haben uns zwar alarmiert, doch ich höre, dass diese Probleme beseitigt werden können.“ Laut Grouwels stehe eine Mehrheit im Brüsseler Regionalparlament kurz bevor.

Piqué Brüssels Parlamentspräsident

Der frühere Brüsseler Ministerpräsident Charles Piqué (PS - Foto) ist inzwischen zum Vorsitzenden des Brüsseler Regionalparlaments gewählt worden.

Seine Wahl erfolgte, nach dem alle Abgeordneten des neuen Parlaments der Region Brüssel-Hauptstadt ihren Eid abgelegt hatten.

Wie lange Piqué diesem Hause vorsitzen wird, hängt allerdings vom Ausgang der laufenden Koalitionsverhandlungen ab.