Genter Universität braucht Hagelkörner zur Forschung

Wissenschaftler der Universität Gent (UGent) sind auf der Suche nach eingefrorenen und unbeschädigten Hagelkörnern, die bei den Unwettern der vergangenen Tage über Belgien herunterkamen. Diese Hagelkörner könnten für Forschungen zur Sicherheit von Flugzeugen bei Hagelschauern wichtig sein, so die Wissenschaftler.
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Nach Angaben der Genter Uniprofessorin Patricia Verleysen werden die neuesten Generationen von Flugzeugen aus besonders leichtem Material gebaut und sich dadurch anfälliger bei bestimmten Wetterumständen, wie zum Beispiel Hagel.

Gegenüber der Gratiszeitung für die Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel in Belgien, Metro, sagte Professorin Verleysen, dass man, um das Problem besser begreifen zu können, an der Universität Tests durchführt, bei denen Hagelkörner auf Flugzeugbauteile abgefeuert werden. Dabei wird der Impakt beim Aufschlagen des Hagels auf das Material gemessen.

Die großen Hagelkörner, die in den vergangenen Tagen über Belgien niedergingen und die sogar für einen zeitweisen Abbruch des letzten Freundschaftsspiels der belgischen Fußball-Nationalmannschaft vor der Abreise zur WM nach Brasilien (am Samstag gegen Algerien) in Brüssel (Foto) sorgte, sind wegen ihrer Größe und ihrer Zusammenstellung für die Wissenschaftler besonders interessant. So etwas könne man nicht „im Labor züchten“, so Professorin Verleysen.

Zwiebeln

Diese Hagelkörner haben auf ihrem Sturz zur Erde natürliche Luftlagen durchkreuzt und haben dadurch eine Schalenstruktur, die mit der von Zwiebeln vergleichbar ist. Das könne die Wissenschaft nicht kopieren, so die Uni Gent. Wer Hagelkörner aufgesammelt und eingefroren hat und diese der Wissenschaft für ihre Forschungen schenken will, der kann sich bei der Genter Universität unter info@vikar.be melden.