Im Ausland wird weniger belgisches Bier getrunken

Das vergangene Jahr würden die belgischen Bierbrauer wohl gerne vergessen. Der Jahresbericht des Branchenverbandes „Belgische Brauer“ belegt, dass sich der Negativtrend der vergangenen Jahre fortsetzt/ Die Belgier trinken weniger Bier. Doch jetzt lässt auch der Export Federn und die Unruhe bei den Brauern wird größer. Gerade hier zeigten sich bisher die nötigen Lichtblicke.

Sven Gatz (kleines Foto), der Direktor des belgischen Brauereiverbandes, hat den Schuldigen längst ausgemacht: „Der Übeltäter ist Frankreich mit seinen hohen Verbrauchersteuern.“ Frankreich hat im vergangenen Jahr eine Verbrauchersteuern auf Bier eingeführt.

„Das hat zur Folge, dass ein Glas Bier jetzt zehnmal höher besteuert wird, als ein Glas Wein“, wie Gatz am Mittwochmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion erklärte. „Ein Glas belgisches Spezialbier wird sogar 17 Mal höher besteuert“, so der Verbandsdirektor.

Sven Gatz stellt aufgrund der sinkenden Exportzahlen für belgisches Bier fest, dass der europäische Biermarkt gesättigt ist, „doch in den USA machen wir immer noch gute Geschäfte. Sie retten ein bisschen unser Geschäft.“

Auch im Hinblick auf die Märkte in Asien und Latein-Amerika gehen die belgischen Brauer von einer besseren Zukunft aus. Der Absatz dort wächst kontinuierlich, doch diese noch relativ geringen Margen sorgen noch nicht für bessere Exportresultate. Der Gesamtexport von belgischem Bier sank letztes Jahr um knapp 5 %.