Delhaize: Kunden vor 33 verschlossenen Türen

33 Niederlassungen der Supermarktkette Delhaize haben an diesem Freitag in ganz Belgien geschlossen. Die Situation sei vor allem in Büssel und Wallonien angespannt, hieß es.

In Brüssel sind 8 Niederlassungen geschlossen, in Wallonien 24 und in Flandern ist der Delhaize Supermarkt in Melsbroek geschlossen.

Die Gewerkschaften haben dies bestätigt.

Zwölf von fünfzehn Delhaize-Geschäften in der Provinz Lüttich und in der deutschsprachigen Gemeinschaft bleiben an diesem Freitag geschlossen, heißt es.

Im restlichen Wallonien hat nur ein Supermarkt im Hennegau geöffnet. Zwei Niederlassungen in Wallonisch-Brabant haben geschlossen.

Der scheidende Premier Elio Di Rupo trifft sich an diesem Freitag mit Gewerkschaftsdelegationen von Delhaize Belgien. Die Gruppe hatte am Mittwochmorgen einen "Umstrukturierungsplan" angekündigt, der sich auf die Beschäftigung von 2.500 Mitarbeitern auswirken könnte.

Insgesamt sollen 14 "unrentable" Niederlassungen abgestoßen werden.

Inzwischen haben einige Franchise-Betreiber von Alvo, vor allem in Limburg, ihre Absicht geäußert, mit Delhaize über eine mögliche Übernahme der Niederlassungen zu sprechen, die in Flandern abgestoßen werden sollen. Hierfür sei es aber noch viel zu früh, betont der Delhaize-Sprecher Roel Dekelver.

Task Force soll Sozialgespräche begleiten

Die scheidende Föderalregierung hat inzwischen eine Task Force angekündigt, um die Sozialverhandlungen bei Delhaize zu begleiten.

Obwohl die geschäftsführende Regierung nur wenig Entscheidungen treffen kann, will sie zusammen mit den Teilstaaten eine solche Task Force einrichten.