Kommunikationsnetz für Notdienste in Geldnot

Das Astrid genannte Kommunikations-Netzwerk für alle belgischen Not-, Hilfs- und Sicherheitsdienste hat Geldsorgen. Das System wird eigentlich von belgischen Staat bezuschusst, doch diese Subsidien bleiben seit rund zwei Jahren aus. Das Funktionieren des Dienstes sei aber nicht in Gefahr, hieß es dazu.

Nach verschiedenen Angaben herrscht beim Astrid-Notrufsystem ein Finanzloch von rund 58 Mio. €, das in erster Linie durch ausbleibende Zuschüsse von Seiten des belgischen Staates entstanden ist. Doch nach Aussagen von Astrid-Generaldirektor Marc De Buyser besteht für die Hilfeleistung vor Ort kein Problem:

„Wenn Astrid das Geld nicht mehr hat, dann ist es in der Tat an den föderalen Behörden, hier einzuspringen. Die Bilanzen, die Astrid vorlegen muss, zeigen tatsächlich einen Verlust auf und das ist dramatisch. Wenn man sich die Zahl ansieht, 58 Mio. €, dann ist das dramatisch, aber es ist eben so. Wenn Gelder nicht ausgezahlt werden, entstehen Schulden, die eben aus Forderungen an die Organisation des Staates resultieren. Die Kontinuität unserer Dienste vor Ort ist aber nicht in Gefahr.“

Die Astrid-Verantwortlichen fordern von der noch zu bildenden neuen belgischen Bundesregierung, hier endlich tätig zu werden und dem mit dem Dienstleister vereinbarten neuen Geschäftsführungsvertrag endlich zuzustimmen.