Krankenkasse fordert günstigere Medikamente

Die Christliche Krankenkasse (CM) ist der Ansicht, dass die Preise für Medikamente in Belgien weiter gesenkt werden müssen. Andernfalls geraten die Kassen in Zukunft in Schwierigkeiten, wenn es um die Erstattung von teuren neuen Produkten geht.

Vor allem neue Medikamente gegen Krebs sind in letzter Zeit sehr teuer geworden. Zwar helfen diese Produkte eine schnellere und zielgerichtete Behandlung im Kampf gegen Krebszellen, doch sie sind kostspielig.

Marc Justaert (kleines Foto), der Vorsitzende der Christlichen Krankenkasse in Flandern, ist der Ansicht, dass andernorts die Kosten entsprechend sinken müssen: „Wir müssen von der Idee ausgehen, dass eine gewisse Anzahl billiger Medikamente noch weiter im Preis sinken müssen. Das können zum Beispiel Arzneien sein, deren Patente in letzter Zeit verfallen sind, die aber im Vergleich mit anderen Ländern, auch hier noch günstiger werden können.“

Eine weitere Möglichkeit, die Preise für bestimmte Medikamente sinken lassen zu können, wäre eine Ausschreibung von Seiten der Kassen, wie Dirk Rademaekers, der Direktor der Gesundheitsabteilung der Christlichen Krankenkasse, gegenüber der flämischen Tageszeitung De Standaard andeutete: „Wer einen akzeptablen Preis vorlegt, kommt auf eine Warteliste und danach wird weiterverhandelt. Nur wer dabei den niedrigsten Preis vorschlägt, darf danach weiter mit der Krankenversicherung arbeiten.“

Ausschreibung?

Die Christliche Krankenkasse hofft auf diesem Weg Millionen einsparen zu können, um diese andernorts, z.B. bei der Krebsbehandlung einsetzen zu können. Nur so könne man nach Ansicht der Kasse, auf Dauer weite Teile der Bevölkerung eine adäquate Krebsbehandlung zukommen lassen.

BELGA/CLAESSEN