Rote Teufel: Die Presse lobt, warnt und hofft

Viele der Pendler in den öffentlichen Verkehrsmitteln lasen am Montagmorgen die Gazetten des Tages, die auf der einen Seite voll des Lobes waren, aber andererseits die Roten Teufel auch davor warnten, so, wie bisher, weiterzuspielen. Schließlich würden in der nächsten Runde andere Kaliber als Gegner warten.

Het Laatste Nieuws schreibt unter der Schlagzeile „Schon jetzt qualifiziert durch einen coolen 19jährigen“, dass die Roten Teufel gegen Russland, wie auch schon gegen Algerien, nicht besonders gut gespielt hätten. Schlussfolgerung: „Wir sind weiter. Und, es kann nur besser werden“.

„Wir sind weiter!“, titelt Het Nieuwsblad und schreibt dazu: „Auftrag vollbracht. Die Roten Teufel sind sicher in der zweiten Runde und zwar früher, als erwartet. Die 87 Minuten vor dem Tor waren nicht die besten, doch darum schert sich danach kaum jemand noch.“

Die Sportredaktion von Gazet van Antwerpen und Het Belang Van Limburg lobt den Torschützen und titeln: “Oh, oh, Origi!“ und „Merci Origi!“ Allerdings heißt es auch hier, dass die Roten Teufel bei der WM in Brasilien noch nicht ihr ganzes Potential gezeigt haben. Aber, so schlimm sei das (noch) nicht: „Die späteren Helden einer solchen WM sind selten die Asse aus der Anfangsphase.“

Die frankophone Tageszeitung Le Soir meldet unter der Schlagzeile „Qualifiziert!“, dass die Roten Teufel ihre Fans lange schwitzen und erst nach 88 Minuten jubeln ließen.

Die einzige deutschsprachige Tageszeitung Belgiens, dass Grenzecho, titelt: „Divock Origi schießt Rote Teufel ins Glück“. Das Blatt stellt aber auch fest, dass Belgien wieder nicht überzeugt habe und dass Russland dem Tot über 80 Minuten lang näher gewesen sei, als Belgien. Doch das Mindestziel Achtelfinale sei erreicht: „Befreit von der Angst, auf dem Friedhof der Geheimfavoriten begraben zu werden, sollten die Roten Teufel nun lockerer aufspielen können.“