"Die CDH will das Land ins Chaos stürzen"

Der Mittelstandsverband Unizo für Flandern und Brüssel versteht nicht, warum sich die CDH weigert, auf Basis der Note von N-VA-Parteichef Bart De Wever zu verhandeln. Karel van Eetvelt, der Vorsitzende von Unizo, hält das „Nein“ der CDH für unverantwortlich.

Gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion sagte Van Eetvelt am Mittwochvormittag, dass die De Wever-Note ein sehr nuanciertes Dokument sei:

„Der Vorschlag war ein Mittelweg zwischen scharfen aber notwendigen wirtschaftlichen Maßnahmen und Aufmerksamkeit für bestimmte soziale Themen. (…) Einige wirtschaftliche Maßnahmen sind dringend nötig, z.B. die Senkung der Lohnlasten, denn dies brauchen wir, um den Wohlstand aufrecht zu halten. Wenn ich sehe, dass die CDH das ablehnt, verstehe ich nichts mehr. Ich befürchte ein bisschen, dass sie unser Land damit in ein Chaos stürzen. Das ist unverantwortlich.“

Unizo weist darauf hin, dass die Not groß ist. In nur einem Jahr seien rund 7.000 Jobs bei mittelständischen Unternehmen in Flandern verloren gegangen. Hauptgrund dafür seien die hohen Nebenkosten auf Arbeit und auf Löhne und Gehälter, wie der Unizo angeschlossene Unternehmer anführen.