Teufelcoach Marc Wilmots: "Wir spielen auf Sieg"

Die Roten Teufel werden am Donnerstagabend in ihrem letzten Gruppenspiel gegen Südkorea in der Gruppe H mit vollem Einsatz antreten. Sie wollen als Gruppenerster ins Achtelfinale einziehen. Verzichten müssen sie dabei auf Kapitän Vincent Kompany, der weiter an seinem Leistenproblem laboriert. Witsel und Alderweireld haben schon Gelb gesehen und bleiben bis zur nächsten Runde auf der Bank.

Die belgische Fußball-Nationalmannschaft will am Donnerstagabend um 22 Uhr hiesige Zeit in Sao Paolo gegen Südkorea gewinnen und als Gruppenerster ins Achtelfinale einziehen. Dabei haben sie vor, einen Rekord zu brechen, denn noch nie gewann eine belgische Auswahl bei einer WM alle Gruppenspiele. Bisher haben sie alle 6 von möglichen 6 Punkten gewonnen (2:1 gegen Algerien und 1:0 gegen Russland).

Auf dem Papier müssten die Belgier den Südkoreanern überlegen sein, doch Nationalcoach Marc Wilmots (Foto oben) geht die Partie an, wie jedes andere Spiel auch. „Jeder Spieler hat Informationen über seinen Gegenspieler erhalten. Sie haben vier Spieler, die in Deutschland spielen. Sie sind nicht schlecht. Wir wollen Gruppensieger werden. Auch wenn die nächste Runde wichtiger ist, verlange ich von jedem Spieler, alles zu geben. Wir spielen auf Sieg.“, sagte Wilmots dazu gegenüber der Presse. Eine B-Mannschaft habe er nicht vorgesehen.

Ein Unentschieden würde Belgien reichen, um den Gruppensieg zu sichern. Als Gruppenerster hätten die Roten Teufel im Achtelfinale gegen den Zweiten der Gruppe G einen vermeintlich leichteren Gegner. Das könnte auch Deutschland sein, wenn die Deutschen am Donnerstag gegen die USA verlieren würden. Doch mit den „Alternativen“ Ghana und Portugal wäre auch „nicht leicht Kirschen essen“.

Nach dem Ausfall von Vincent Kompany hat Wilmots mit Daniel Van Buyten einen sicheren Defensivspieler. Er könnte auch Nicolas Lombaerts einsetzen, um Toby Alderweireld zu ersetzen, der neben Axel Witsel wegen einer gelben Karte vorerst nicht antreten wird. Mit weiteren gelben Karten wären die beiden im Achtelfinale gesperrt.

Lukaku entschuldigte sich bei Wilmots

Romelu Lukaku hat sich inzwischen bei Nationalcoach Marc Wilmots für sein Benehmen nach der frühzeitigen Auswechslung im Russland-Spiel entschuldigt. Der Stürmer hatte Wilmots den Handschlag verweigert, als er vom Platz gehen musste und im Nachhinein sein Unverständnis auch verbal geäußert.

Wilmots nahm die Entschuldigung Lukakus in einem kurzen Gespräch an und zeigte sogar Verständnis dafür. Ihm sei seinerzeit das Gleiche passiert, so Wilmots: „Das kann jedem einmal passieren, solch eine schlechtgelaunte Reaktion…“