Tausende Jobs gehen im Transportsektor verloren

Nach Schätzungen von Gewerkschaften aus dem belgischen Transportsektor sind in Belgien in diesem Bereich in den vergangenen fünf Jahren bis zu 5.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Vor allem die Jobs von Lastwagenfahrern sind bedroht. Sie werden nach und nach durch LKW-Fahrer aus Billiglohnländern in Osteuropa verdrängt, so die Gewerkschaften.

Tom Peeters von der belgischen Transportarbeiter-Gewerkschaft BTB sagte am Freitagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass alleine hier tausende Stellen verloren wurden:

„Wir in Belgien und auch unsere Kollegen aus den anderen westeuropäischen Ländern können, um es so auszudrücken, den Konkurrenzkampf nicht mit gleichen Waffen angehen. Die Fahrer aus dem Osten haben keine Sozialversicherung oder versichern sich auf ganz andere Weise, dort herrscht eine völlig andere Steuerpolitik und die Lohnkosten sind dort völlig anders verteilt.“

Man müsse sich auch die Frage stellen, ob dort nicht Löhne gezahlt würden, die an der Grenze der Ausbeutung liegen und ob es gut für die Verkehrssicherheit sei, dass LKW-Fahrer aus dem Osten hier oft monatelang in ihren Fahrzeugen leben. Kontrollen haben erwiesen, dass diese Fahrer sehr oft viel zu lange am Steuer ihres Lastwagens sitzen, so Peeters.

Febetra, der Verband des belgischen Straßengüterverkehrs, bestätigte in diesem Zusammenhang, dass in den vergangenen 10 Jahren etwa jedes 10. Transportunternehmen in unserem Land verschwunden ist. Zudem transportieren Lastwagen von belgischen Unternehmen durchschnittlich im Vergleich zu ihren Ostkonkurrenten rund 50 % weniger Ladung, so Febetra dazu.

Auch dieser Verband führt alle vorherrschenden Probleme auf die Billiglohn-Konkurrenz aus Osteuropa zurück. Febetra und der BTB sind sich einig darüber, dass der Transportsektor in der Europäischen Union dringend harmonisiert werden müsse.