Väter aus Flandern suchen in Syrien nach ihren Söhnen

Zwei Väter aus Kortrijk in der Provinz Westflandern haben sich nach Syrien aufgemacht, um dort nach ihren Söhnen zu suchen. Diese kämpfen dort an der Seite von islamistischen Rebellen gegen das syrische Regime. Ihnen zur Seite steht Dimitri Bontinck aus Antwerpen, dessen Sohn selbst in Syrien gekämpft hatte.
AP2014

Die beiden Väter aus Kortrijk sind am Donnerstagabend in ein Flugzeug in Richtung Türkei gestiegen. Von der Türkei aus wollen sie danach Syrien erreichen. Die Söhne dieser Männer hatten sich am 11. Juni nach Syrien abgesetzt.

Beide Jugendlichen sind in Kortrijk geboren und aufgewachsen. Der eine kommt aus einer moslemischen Familie und der andere aus einer belgischen. Er hat sich wahrscheinlich zum Islam konvertieren lassen. Wer die beiden jungen Männer für den Kampf in Syrien angeworben oder rekrutiert hat, ist bislang unbekannt. Die Väter haben sich selbst auf den Weg gemacht, um ihre Söhne nach Hause zu holen. Sie haben nach eigenen Angaben in dieser Hinsicht kein Vertrauen in die belgische Regierung, von der sie sich im Stich gelassen fühlen.

Sie haben Hilfe von Dimitri Bontinck bekommen. Dieser hatte seinen Sohn Jejoen in Syrien ausfindig machen können und später tauchte dieser auch wieder in Belgien auf. Bontinck gab an, er habe inzwischen ein umfangreiches Netzwerk in der Türkei und in Syrien aufbauen können. Einer der Väter aus Kortrijk will seinen Sohn telefonisch in der Türkei erreicht haben. Ob dieser noch dort ist oder schon in Syrien ist ebenfalls noch undeutlich.