De Wever fürchtet Fortsetzung Regierung Di Rupo

Der Vorsitzende der französischsprachigen Liberalen MR, Charles Michel, beginnt am heutigen Samstag mit seiner Gesprächsrunde als Informator. Als erstes sind die Sozialpartner an der Reihe und danach trifft er sich mit dem scheidenden Premier Di Rupo. Der Vorsitzende der flämischen Regionalisten, Bart De Wever, der am Mittwoch dem König seinen Auftrag als Informator zurückgab, ist nicht sehr optimistisch. Das sagte er auf ATV. Er befürchtet eine Fortsetzung der Regierung Di Rupo.

"Ich habe begriffen, dass die MR die klassische Dreiparteien-Koalition wünscht", sagte er.

"Das sind sehr schlechte Nachrichten für uns. Das bedeutet, dass man eine Regierung ohne die N-VA bilden will und zwar auf allen Ebenen. Ich habe so meine Zweifel darüber, ob das so einfach geht. Ich denke, dass der Flame ganz anders gewählt hat und dass man Respekt dafür aufbringen sollte."

Charles Michel (kleines Foto) hat am Samstag mit seinen Gesprächen als Informator begonnen. Er ist im Gegensatz zu De Wever optimistisch.

"Ich werde mit viel gutem Willen und Offenheit gut zuhören", so Charles Michel bei seiner Ankunft am Parlament. 

Am gestrigen Freitag hat der König Michel mit dem Auftrag des Informators betraut. Michel hält es für besonders wichtig, sich auch die Prioritäten der Sozialpartner anzuhören. Sein Vorgänger in dieser Funktion, Bart De Wever, habe die Arbeitgeber und Gewerkschaften nicht eingeladen.

Michel sagte auch noch, dass er wisse, wie schwer sein Auftrag sei, aber er wolle, dass es Fortschritte gebe und er wolle diese in die richtige Richtung verlaufen lassen.

Zum Verlauf der Regierungsbildung und zur Zerschlagung des Versuches von De Wever, eine Mitte-rechts-Regierung auf die Beine zu stellen, sagte er: "Solange noch gesprochen wird, gibt es Hoffnung, aber alle haben Einsprüche, wodurch es sehr schwierig wird."