"Am Ende habe ich doch noch einen Fußballfan gefunden"

Das Klischee lügt nicht: Amerikaner sind offenbar wirklich nur schwer für Fußball zu begeistern. Während hierzulande die Medien ihre Zeitungen und Webseiten vollstopfen mit Nachrichten über die Roten Teufel, wird den Gegnern der Belgier, also der amerikanischen Nationalmannschaft nur wenig Aufmerksamkeit auf den Nachrichtenseiten der amerikanischen Medien geschenkt. Diese scheinen sich höchstens über den Biss von Suarez auszulassen oder über Listen mit tollen Fußball-Supertypen. Die Nachrichtenwebseite New York Daily News versuchte letztes Wochenende, ein paar amerikanische Fußballfans in Brüssel aufzutreiben, aber vorerst wurde "nur ein einziger Fan gefunden".

Es war Journalist Justin Rocket Silverman, der sich in Brüssel auf die Suche nach Fans der amerikanischen Nationalelf machte. Die sollen die Roten Teufel besiegen. 

Je mehr er durch Brüssel laufe, desto beleidigter fühle er sich, weil überall nur belgische Fahnen an den Fassaden hingen, so der Journalist.

Dann habe ich doch noch einen echten Fan der US-Mannschaft gefunden. "Eine New Yorkerin, die jetzt in Brüssel wohnt. Normalerweise drückt sie den Belgiern die Daumen. Nur dieses Mal nicht, weil sie glaubt, dass sich die Amerikaner mit ihrem Teamgeist gegen das belgische Talent durchsetzen werden."

Silverman schließt schließlich mit einem recht abgedroschenen Satz über die Belgier: "Es gibt Wallonen, es gibt Flamen. Sie streiten über alles und jedes. Nur über die Roten Teufel sind sie sich einig."